Praxistest - Vollbremsung möglich?

Übung zur Vermeidung  bzw.  Minderung von Kollisionen und Kollisionsschäden durch Aufstoppen

Ihre Mitarbeit/Mithilfe ist gewünscht!

Durch die verbesserte technische Ausrüstung der Schiffe ist es heute möglich, Gefahrensituationen frühzeitig zu erkennen und Havarien und ihre Folgen zu vermeiden oder zumindest zu verringern. Beweis dafür sind die seit Jahren rückläufigen Schadenzahlen. Wie so oft im Leben macht aber erst Übung den Meister, d. h. die technischen Möglichkeiten eines Fahrzeugs sollten dem jeweiligen Schiffsführer vertraut sein.

"Aufstoppen“ auf relativ kurzer Wegstrecke

So ist es nach unseren Erkenntnissen bei vielen Fahrzeugen möglich, beim Erkennen einer Gefahrensituation unter Einsatz aller technischen Einrichtungen ein Motorschiff oder auch einen Verband, analog einer Vollbremsung im Straßenverkehr, auf einer relativ kurzen Wegstrecke „aufzustoppen“. Dies insbesondere unter Verwendung der nahezu in allen Schiffen eingebauten Bugstrahlanlage und der damit verbun-denen höheren Antriebsleistung. Solche Stoppversuche sind bei der Zulassung von größeren Schiffseinheiten heutzutage sogar vorgeschrieben.

Für Grenzsituationen üben

Mangels Übung oder aus früherer nautischer Praxis heraus wird dagegen heute noch häufig im letzten Augenblick vor einer Kollision ein wenig Erfolg versprechendes „Ausweich- bzw. Rückwärts – Manöver“ eingeleitet. Mit der Folge, dass die Fahrzeuge verfallen und somit nicht mehr steuerbar sind.Deshalb möchten wir anregen, dass jeder Schiffsführer sich mit dem Verhalten seines Schiffes in Grenzsituationen vertraut macht, um festzustellen, ob und in welcher Zeit/Entfernung das eigene Fahrzeug zum „Stehen“ kommt.Selbstverständlich sollte man sich dafür auch eine geeignete Örtlichkeit aussuchen. Die Kenntnis vom Verhalten eines Fahrzeugs in Grenzsituationen dient Ihrer eigenen Sicherheit und nicht zuletzt auch dem Prämienbedarf bzw. Ihren Versicherungskosten.

Gern würden wir von Ihren Testergebnissen hören:
Angaben zum Schiff (beladen/unbeladen) und der Örtlichkeit (Fluss/Kanal) wären in diesem Zusammenhang wichtig. Ggf. werden wir die Daten in einer späteren Ausgabe des Kuriers (anonym) veröffentlichen.

 

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